Telefon: (07131) 88716-12
Fokus: Sicherheit

Diversifikation

Überall investiert sein; über die ganze Welt gestreut.

Was ist der Hintergrund?

Bereits im 14.Jahrhundert sagte der berühmte Philosoph Erasmus: „Vertraue nicht all deine Waren einem einzigen Schiff an.“ Selbstverständlich geht es heute nicht mehr um Waren und Schiffe, sondern, stattdessen um Geld und unterschiedliche Vermögenswerte. In den 1990-er Jahren zeigte Henry Markowitz zudem auf, dass durch Diversifikation auch die Schwankungsverläufe verringert werden.

Worum geht es?

Bei der perfekten Diversifikation sollen Risiken besitzt der Anleger winzige Anteile aller Vermögenswerte der Welt. Es können somit keine Verluste mehr entstehen. Der Anleger besitzt einen Teil der Welt.  Er erzielt daraus eine relative Wertsicherheit und neutrale Wertentwicklung gegenüber allen anderen Vermögensinhabern dieser Welt. Egal wie sich die Welt entwickelt, der Anleger ist mit der Diversifikationsstrategie ist immer gleich vermögend gegenüber dem globalen Durchschnittsanleger.

Wie kann ich mir die Diversifikations-Strategie vorstellen?

Um möglichst gut ein „Weltdepot“ darzustellen, werden Fonds und ETF genutzt , weil diese Instrumente die breiteste Streuung darstellen können. Die Auswahl der Fonds erfolgt

  • über verschiedenen Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle)
  • innerhalb der Anlageklassen (z.B. verschiedene Branchen bei Aktien, Geschäfts- oder Privatimmobilien etc.)
  • verschiedenen Währungen (z.B. Euro, Dollar etc.)
  • unterschiedlichen Regionen (z.B. Europa, USA, Asien)


Die Wertentwicklung eines perfekt diversifizierten Depots ist dementsprechend der gewichtete Durchschnitt der weltweiten Rendite.

Was sind die Stärken und Schwächen der Strategie?

Stärken:

    • Bestmögliche langfristige Kaufkraftsicherung
    • Sehr verwaltungsarm, der Anleger muss sich fortlaufend nicht groß um die Anlage kümmern oder sorgen

Schwächen:

    • Es gibt keine Regel, zu welchen Anteilen in die verschiedenen Anlageklassen, Länder etc. investiert werden soll. Dadurch ist eine „perfekte“ Diversifikation nicht möglich.
    • Aufgrund der hohen Anzahl an Werten steigt das Risiko, wertlose Titel einzukaufen, da sie nicht ausreichend geprüft werden können.
    • Aufgrund der Kleinteiligkeit können zu hohe Kosten entstehen, die die Durchschnittsrendite unattraktiv werden lassen.