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Fokus: Sicherheit

Diversifikation

Maximale Streuung / Perfekte Streuung

Was ist der Hintergrund?

Bereits im 14.Jahrhundert sagte der berühmte Philosoph Erasmus von Rotterdam: „Vertraue nicht all deine Waren einem einzigen Schiff an.“ Auf Vermögenswerte gemünzt, bedeutet dies:  "Je besser man seine Vermögenswerte verteilt, umso geringer ist die Verlustgefahr." 

In den 1990-er Jahren zeigte Henry Markowitz jedoch auf, dass ausgesuchte Risiken sich aufheben können und dadurch die Schwankungsverläufe verringert werden. Er stellte damit dem Idealbild der maximalen Streuung das Idealbild der perfekten Diversifikation entgegen. Nicht die Streuung ist für Markowitz entscheidend, sondern die Auswahl und die Gewichtung.

Worum geht es?

Es geht um Erfüllung des Wunsches eines sicherheitsorientierten Langfrist-Anlegers.

  • Eine Real-Rendite von 1 - 2 % p.a. = Inflationsausgleich zuzüglich einer Rendite von 1 - 2 % pro Jahr.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dieses Ziel zu erreichen, soll so hoch wie nur möglich sein.
  • Die Schwankung des Depots während der Laufzeit sollte so gering wie möglich ausfallen.
  • Er muss sich während der Anlagendauer keine Sorgen machen.
  • Er muss sich während der Anlagedauer um nichts aktiv kümmern.

Um diesen Wunsch zu erfüllen, gibt es für uns eine Idealvorstellung: Der Anleger kauft mit seiner Anlagesumme jeden kaufbaren Vermögenswert dieser Welt. Wir gestalten ein "Dir-gehört-die-Welt-Portfolio". Dem Anleger soll, praktisch gesehen, ein Teil der Welt gehören, bzw. ein winziger Teil von allen Vermögenswerten dieser Welt. Im Ergebnis werden einige Vermögenswerte sich besser als der Durchschnitt entwicklen und andere wiederum schlechter. Einige Vermögenswerte werden sich verdoppeln oder gar verdreifachen, andere wiederum werden wertlos. Je größer jedoch die Stückelung der Vermögenswerte über die ganze Welt erfolgt, umso sicherer bildet sich ein Durchschnitt in der Wertentwicklung. Dies ist unser Verständnis von maximaler langfristiger Sicherheit.

In der täglichen Betrachtungsweise (Kursentwicklung) wird die Wertentwicklung mal oberhalb des langjährigen Durchschnitts liegen und auch mal unterhalb desselben. Die Schwankungen der Werte hat der Anleger zu ertragen.

Liegt die Rendite einer maximal gestreuten Anlage grundsätzlich oberhalb der Inflationsrate? Der langjährigen Entwicklung von Vermögenswerten ist zu entnehmen, dass

  • die langjährige durchschnittliche Rendite von Aktien und Immobilien ca. 3 % höher ist als die Inflationsrate.
  • die langjährige durchschnittliche Rendite von Zinspapieren, Rohstoffen und Edelmetallen liegt nahe der Inflationsrate.
  • in der Folge eine breite Streuung in obige Anlageklassen eine langfristig furchschnittliche Rendite von 1 -2 % oberhalb der Inflation erzielen wird.

Wie kann ich mir die Herangehensweise von Zielvest konkret vorstellen?

Ist die Idee, das Vermögen über die Welt zu streuen, eigentlich realistisch umsetzbar?

Um möglichst gut ein „Weltdepot“ darzustellen, werden bevorzugt Indexfonds und ETF genutzt , weil diese Instrumente die breiteste Streuung mit sehr niedrigen Kosten darstellen können. Die Vermögenswerte der Fonds streuen

  • in klassische Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle).
  • innerhalb der Anlageklassen (z.B. verschiedene Branchen bei Aktien, Geschäfts- oder Privatimmobilien etc.).
  • verschiedenen Währungen (z.B. Euro, Dollar etc.).
  • unterschiedlichen Regionen (z.B. Europa, USA, Asien).

Kann man die vorhandenen Kursschwankungen noch zusätzlich reduzieren?

  • das Portfolio kann einen Schwerpunkt in spezielle Anlageklassen (Micro-Finanz, CAT-Bonds, ...) eingehen, die eine geringe Schwankung besitzen.
  • das Portfolio kann einen Schwerpunkt in Anlagen eingehen, die Hedging betreiben oder marktunabhängige Rendite anstreben.
  • Achtung: Jeder Versuch einer Schwankungsreduzierung erhöht langfristig das Verlustrisiko.

Fazit:

Ein Anleger kann über ausgewählte Indexfonds und ETF auch mit einer kleinen Anlagesumme sein Anlagevermögen über die ganze Welt streuen, ohne dass die Kosten die Rendite zu sehr schmälern.

Was sind die Stärken und Schwächen der Diversifikations-Strategien?

Gemeinsame Stärken:

    • Bestmögliche langfristige Kaufkraftsicherung.
    • niedrige Kosten.
    • echte Werte.
    • sehr risikoarm.
    • kalkulierbare Rendite.
    • Sehr verwaltungsarm.

Gemeinsame Schwächen:

    • Es gibt keine Regel, zu welchen Anteilen in die verschiedenen Anlageklassen, Länder etc. investiert werden soll.
    • Aufgrund der hohen Anzahl an Werten steigt das Risiko, wertlose Titel einzukaufen, da sie nicht ausreichend geprüft werden können.
    • Aufgrund der Kleinteiligkeit können zu hohe Kosten entstehen, die die Durchschnittsrendite unattraktiv werden lassen.
    • Der Anleger hat die sicherste Anlage der Welt, aber er kann die Einzelteile nicht greifen oder verstehen. Er erleidet das Gefühl eines Kontrollverlustes.

Unterschiede:

  • Die Hinzunahme von Renditequellen aus sehr speziellen Märkten verringert zwar das Schwankungsverhalten des Gesamtportfolios, erhöht jedoch das Risiko von Totalverlusten in diesen Segmenten.
  • Spezielle Märkte verursachen zumeist auch hohe Kosten, diese wiederum reduzieren womöglich die langfristige sichere Rendite.