Phone number
Fokus: Wachstum

Rebalancing

Die perfekte antizyklische Strategie

Was ist der Hintergrund?

Aus Renditesicht ist es am besten, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen, also antizyklisch zu handeln. Allerdings besitzen wir keine Glasugel, um die Zukunft vorherzusagen. Daher ist ein System für antizyklisches Handeln notwendig.

Beispiel:

Zum Start sind beide Anlagen des obigen Beispieldepots im Gleichgewicht mit einem Depotanteil von jeweils 50.000,-- €. Steigt nun der Aktienfonds im Wert auf 60.000,-- € an, dann verändert sich der Depotanteil z. B. auf 55 % Aktienfonds und 45 % Zinsanlage. Im Rahmen einer Rebalancingmaßnahme werden nun Anteile im Wert von 5.000,-- € des Aktienfonds verkauft und in den Zinsanteil umgeschichtet. Danach haben beide Anlagen einen Wert von 55.000,-- € und es ist wieder ein Gleichgewicht erreicht. Durch diese Maßnahme hat eine Gewinnsicherung stattgefunden. Würde der Aktienfonds nun wieder im Kurs auf den Ursprungskurs zurückfallen, dann hätte der Anleger mit der Gewinnrealisation eine Zusatzrendite von 0,8 % erzielt.

Was ist Rebalancing?

Marktschwankungen führen zu einer Veränderung der Gewichtung der einzelnen Anlagen in einem Depot. Sofern wir die ursprüngliche Gewichtung als "im Gleichgewicht befindlich" betrachten, dann entsteht durch Marktveränderungen ein Ungleichgewicht. Die Herstellung des Gleichgewichts (der ursprünglichen Gewichtung der einzelnen Anlagen zueinander) nennt man Rebalancing.

Wie genau kann ich mir das vorstellen?

Im einfachen Fall besteht das Rebalancingdepot je zur Hälfte aus einem breit aufgestellten Aktienfonds und einen sicheren Zinsfonds. Verändert sich der Aktienfonds im Rahmen einer Schwankung, dann kommt es zu einem Rebalancing, um die ursprünglichen 50:50 wiederherzustellen. Das ist im Prinzip sehr einfach umzusetzen.

Das Ergebnis eines solchen Vorgehens ist jedoch interessant. Steigen die Aktienwerte stark an, dann werden sie automatisch teuer verkauft. Im Fall einer negativen Entwicklung würden hingegen Aktien nachgekauft werden, also günstig gekauft. Rebalancing ist also eine antizyklische Maßnahme, die auf Dauer die Durchschnittsrendite der Ausgangssituation erhöht.

Je nach Renditewunsch kann die Gewichtung unterschiedlich ausgewählt werden.

  • 70 % Aktienanteil
  • 50 % Aktienanteil
  • 30 % Aktienanteil


Was sind die Stärken und Schwächen der Strategie?

Stärken:

  • Erhöhung der Rendite durch Schwankungen.
  • Einfache Handhabung.

Schwächen:

  • Man muss ständig am Ball bleiben.
  • Der gewählte Aktienfonds muss auch immer wieder zurückkommen, also keine substanziellen Verluste erleiden.
  • Man muss sich an die Vorgaben auch halten.
  • Wenn der Markt nicht schwankt, dann sind umsonst Aufwendungen entstanden.
  • Schnell Handeln geht mit ETF besser, allerdings können diese in illiquiden Marktphasen sehr hohe Handelskosten verursachen.